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Vollbild

Festschrift des Lukas-Kern-Kinderheims 
250 Jahre Bürgerliche Waisenhausstiftung Passau

Passau, 1999
ISBN 3-929350-44-0

5,00 €

 

 

 

 

Leseprobe:
Am 12. September 1749 ist der Schiffmeister und Gastwirt Lukas Kern im Alter von 68 Jahren verstorben.
Er gehörte zu den herausragendsten Bürgern des 18. Jahrhunderts in Passau und ist durch seine großherzigen Stiftungen, die zum Großteil heute noch bestehen, in die Geschichte Passaus und des Bistums eingegangen.
Lukas Kern wurde am 15. Oktober 1681 in Obernzell, oder wie es damals meist hieß in "Hafnerzell", als 2. Kind der Eheleute Christoph und Maria Kern geboren. Der Vater Christoph Kern war Faßbindermeister und Winzer in Hafnerzell und hatte zudem eine Donau-Überfuhr. Die zweite Ehe, die am 14. Februar 1678 eingesegnet wurde, erfolgte mit Maria Voytl, der Tochter eines Überführers in Passau-Ilzstadt.
Aus dieser Ehe gingen die drei Kinder hervor: Katherina, Lukas und Maria.
Der junge Lukas erlernte bei seinem Vater das Binderhandwerk. Er betrieb auch die Donaufähre, mit der er sich besonders verbunden fühlte. Damit fand er schon in jungen Jahren Verbindung zur Schiffahrt. Mit Passau, der Heimatstadt der Mutter, hatte der junge Förge sicher schon Kontakte und so fand er auch dort die richtige Lebensgefährtin, als er sich mit dreißig Jahren anschickte, sich selbständig zu machen und eine Familie zu gründen. Die Auserwählte war die erst 19 Jahre alte Anna Theresia Schwarz, der jüngst verstorbenen Schiffmeisters Ruppert Schwarz, der neben seiner Schiffmeisterei auch die Gaststätte "zur goldenen Sonne" am Sand besessen hatte. Nachdem auch die Mutter der Anna Theresia schon gestorben war, stand für die Vollwaise eine baldige Verehelichung ins Haus, sollte das Werk der Eltern fortgesetzt werden.

 

 

Die Veröffentlichungen sind auch im Stadtarchiv Passau, Rathausplatz 2, 94036 Passau 
Tel. 0851/3 83 36 12 oder Fax  396-248,
 oder im Buchhandel erhältlich.