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Festschrift anlässlich der Einweihung des Glockenspiels am 12.Oktober 1991 
Das Glockenspiel im Passauer Rathausturm

 

Passau, 1991
2,80 €

 

 

 

Leseprobe:
Es ist nur wenig bekannt, dass vom Turm des Passauer Rathauses jahrhundertelang Glockenklang zu hören war. Seit dem Jahr 1368 bis zum 2. Weltkrieg rief die Ratsglocke den Magistrat zu seinen Beratungen. Sie fiel ebenso Rüstungszwecken zum Opfer wie die beiden Glocken der Passauer Gießerei Gugg, die seit 1891 im Turm hingen. Diese Glocken mit einem Gewicht von 175 bzw. 315 kg wurden noch in den letzten Tagen des 1. Weltkrieges beschlagnahmt.
Bereits in den fünfziger Jahren hatte der damalige Stadtheimatpfleger Hans Karl Moritz versucht, mittels einer Spendenaktion wieder Glocken für den Rathausturm zu beschaffen. Auch in spätern Jahren gab es immer wieder entsprechende Vorschläge, die sich aber aus finanziellen Gründen nicht verwirklichen ließen.
Erst dank großzügiger Spenden der Passauer Bürgerschaft konnte die Idee, ein Glockenspiel in den Rathausturm einzubauen, realisiert werden. Am 13. Mai 1987 befasste sich der Kulturausschuss des Stadtrates Passau auf Anregung des Domkantors und amtlichen Glockensachverständigen für das Bistum Passau Heinz-Walter Schmitz erstmals mit diesem Projekt und bekundete sein grundsätzliches Interesse an einem Glockenspiel im Rathausturm. Im Hinblick auf die zu erwartenden Kosten in Höhe von weit über 100.000 DM konnte jedoch zunächst noch keine weitere Entscheidung getroffen werden. Um der Öffentlichkeit Gelegenheit zu geben, sich vom klanglichen Reiz eines Glockenspiels zu überzeugen wurde beim Bürgerfest 1989 ein fahrbares Spiel der Passauer Glockengießerei Rudolf Perner  aufgestellt. Es fand bei den Besuchern überaus guten Anklang.

 

Die Veröffentlichungen sind auch im Stadtarchiv Passau, Rathausplatz 2, 94036 Passau 
Tel. 0851/3 83 36 12 oder Fax  396-248,
 oder im Buchhandel erhältlich.