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Der
Bürgermeister-Zwinger
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Die Stadt Passau hat keine
Kosten und Mühen gescheut, um die Dreiflüssestadt um
eine kleine Attraktion zu bereichern. Rund eine halbe
Million DM wurde in die Restaurierung des Bürgermeister-Zwingers an der Jahnstraße gesteckt. Der historische Wehrgraben aus dem 13. Jahrhundert ist zu einem idyllischen Fleckchen mit Ruhebänken geworden, das dem Hobby-Fotografen reizvolle Motive verspricht.
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Die heute noch vorhandene
Stadtmauer in der Innstadt wurde von Fürstbischof Georg
von Hohenlohe vor 580 Jahren erbaut. Zwei Jahre später (1410) wurden die Wehranlagen durch eine Anzahl schindelbedeckter Türme und vier Tore verstärkt.
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Der Innstädter Wirt Johann
Pux beschwerte sich 1829 beim Stadtmagistrat, daß er seinen gepachteten Garten beim Zwinger nur noch betreten könne, wenn er sich der Gefahr für Leib und Leben aussetze, da ständig Steine aus der Mauer herausfallen. Daraufhin beschloß der Magistrat die Mauer niederzureißen.
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Aber der damalige Festungs-
und Stadtkommandant Freiherr von Montigny ließ das nicht zu. Er war es auch, der während des napoleonischen Krieges zwischen Frankreich und Österreich verhinderte, daß Passau beim Einfall der Österreicher durch französische Kanonen von der Veste Oberhaus beschossen wurde. Bis zum heutigen Tag ist die Stadt Passau dem Stadtkommandanten dafür dankbar. Ein Bild Montignys ziert seitdem das Amtszimmer des Passauer Oberbürgermeisters.
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Im Jahr 1835 beseitigte die größten Schäden an der jetzigen Stadtmauer der Maurermeister Hofstätter. Als 1902 ein Mauerstück nahe des Peichterturmes einstürzte, wurde es durch die Stadtverwaltung und die bürgerlichen Besitzer wieder hochgemauert. Und schließlich sanierte man 1986/87 die historische Stadtmauer längs der Jahnstraße mit einem Kostenaufwand von 511 000 DM.
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Stadtarchivar Richard
Schaffner, der die Geschichte des Bürgermeister-Zwingers
anläßlich des ersten Zwinger-Festes in einer Festschrift
aufgeschrieben hat, weiß dazu noch eine kleine Anekdote:
Auf dem Weg vom Neutor oder Mariahilfer Tor (1865
abgerissen) nach Westen befand sich ein Stein in einer
Gartenmauer, auf dem drei Männerköpfe herausgemeißelt
waren. Eine Sage erzählt, daß dies die Köpfe dreier
Lederer waren, die die Innstadt-Befestigung geschaffen
haben. In Wirklichkeit aber handelt es sich dabei um einen
Römerstein, der sich heute im Domhof befindet.
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