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Sehenswertes im Umland


Nicht nur die Stadt selbst, auch das Passauer Umland hat für die Besucher aus aller Welt Interessantes und Sehenwertes zu bieten. Einzigartig in seiner Art und Ausstattung dürfte das Museumsdorf Bayerischer Wald in Tittling sein. Rund 50 komplette Bauernhöfe und cirka 80000 Sammelobjekte haben Georg und Centa Höltl zusammengetragen. Stein für Stein, Balken für Balken sind die Bauernhäuser, Scheunen und Getreidekästen am ursprünglichen Standort abgebrochen und im Museumsdorf in alten Handwerks- und Bautechniken wieder aufgebaut worden. Heute ist das Museumsdorf eine Attraktion, in der die bäuerliche Kultur vergangener Jahrhunderte weiterlebt.

Dem Volksnahrungsmittel Bier ist in Aldersbach das erste private Brauereimuseum in Bayern gewidmet. Dort sind neben riesigen Holzfässern und dem alten Sudkessel auch Maischgefäße und Bottiche, Kühlmaschinen sowie altes Pferdegeschirr und ein Brauereiwagen aus alter Zeit zu sehen.

Gleich nebenan, um die Ecke, steht in Aldersbach mit dem Dom des Vilstales eines der Prunkstücke unter den von den Gebrüdern Asam erstellten Kunstwerken. Die Barockkirche wird von Kunstkennern als die schönste Marienkirche Bayerns bezeichnet.

Hafnerzell hieß früher der donauabwärts gelegene Markt Obernzell und er war vor allem wegen seiner hochwertigen Schwarzware weit über Ostbayern hinaus bekannt. Heute birgt das Schloßmuseum neben der Schwarzware auch irdenes Geschirr, Steingut, Fayence und Prozellan aus vier Jahrtausenden. Zudem lockt eine Bildergalerie mit Werken aus dem 17. und 18. Jahrhundert in den Festsaal des über 500 Jahre alten und hervorragend restaurierten Schlosses.

War Obernzell für seine Schwarzware berühmt, so wird das dazu neben dem Ton benötigte Material, das Graphit, noch immer in der Umgebung abgebaut. Im einzigen Graphitbergwerk der Bundesrepublik, in Kropfmühl, sind in einer Ausstellung Gesteine und Mineralien sowie Bergwerksgeräte zu sehen. In Gruppen können Besucher sogar zur Besichtigung ins Bergwerk einfahren.

Gleich in der Nähe ist in Breitenberg das Webereimuseum. Neben Gerätschaften der Flachsbearbeitung und Weberei werden dort auch wertvolle Arbeiten des heimischen Schreinerhandwerks vergangener Jahrhunderte präsentiert.

Gerade im Dreisesselgebiet war früher der Schmuggel eine beliebte Nebenbeschäftigung. Doch die Zöllner gingen dagegen sogar bis zum Kampf auf Leben und Tod vor. Im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude ist deshalb in Wegscheid das zweite Zollmuseum nach Aachen in der Bundesrepublik eingerichtet.

Das ehemalige Benediktinerkloster Asbach bei Bad Griesbach ist jetzt eine Zweigstelle des Bayerischen Nationalmuseums. Seit Sommer 1984 beherbergt das Museum eine Studiensammlung von Abgüssen mittelalterlicher Bildwerke aus Altbayern sowie eine reichhaltige Sammlung von Bauernmöbeln.

Die schönste Renaissance-Holzdecke Deutschlands können die Besucher im Schloßmuseum Ortenburg bewundern. Im ehemaligen Schloß der Grafen von Ortenburg ist heute eine bewundernswerte heimatkundliche Sammlung untergebracht.