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Wolfgang
Amadeus in Passau
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Am Abend des 18. Septembers 1762 kamen Vater und Mutter Mozart, Tochter Nannerl und Wunderknabe Wolfgang Amadeus in Passau an. Allem
Anschein nach hatte Leopold Mozart in Salzburg einen
Reisewagen gemietet und die ganze Familie auf einem
solchen Lehenrößler zusammen mit Wolferls
Hammerklavier befördert. Am Innländerplatz (heute
Gottfried-Schäffer-Straße) wählte die Familie im
Gasthaus Zum roten Krebs, das 1826 in Grauer Hase
unbenannt wurde, ihr Quartier.
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Der Torwächter des Bürgertors hatte nicht gezögert, die Ankunft des Salzburger Hofkomponisten und späteren Vizekapellmeisters Leopold Mozart nach oben weiterzugeben. Noch am selben Abend übermittelte ein Hoflakai den Wunsch Seiner Fürstlichen Gnaden, nicht eher abzureisen, bevor Wolfgang in der Residenz vorgespielt habe. Das Warten auf den livrierten Führer zur Hofhaltung dauerte jedoch ganze fünf Tage.
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Fürstbischof Josef Graf Thun belohnte den jungen Mozart für seine Darbietung mit einem Golddukaten, dieselbe Summe, die bei den Mozarts als Tagessatz ihrer Reise kalkuliert war. Der Dukaten des ehemaligen Salzburger Domherrn hatte also die anfallenden Kosten für eine Nacht getilgt. Doch gleich vier Tage mußten die Mozarts zusätzlich finanzieren. Das schmerzte Leopold so sehr, daß er den Entschluß faßte, Passau nie mehr zu betreten.
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| Eine andere Bindung an
Passau war jedoch von längerer Dauer. Das damals schon in
der Reitgasse (heute Theresienstraße) erfundene
Bassetthorn wurde ab 1780 zum Lieblingsinstrument für
Meister Wolfgang. |