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Kostbarkeiten
aus der Ilz
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Die durch den Prunk der Fürstenhöfe
entstandene große Nachfrage nach Perlen ließ deren Wert
in entsprechendem Maße steigen. Die Folge davon war, daß
die Obrigkeit ihr verstärktes Augenmerk auf die Erhaltung
der Muschelbestände, noch mehr aber auf die gesicherte
Ausbeute richtete. Der Herzog und spätere Kurfürst
Maximilian I. (1598 bis 1651) erließ mehrere Perlenordnungen.
Speziell für Passau ist ein Perlenmandat des Bischofs und
Fürsten der Stadt, Johann Philipp, aus dem Jahre 1698
bekannt.
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In kriegerischen Zeiten erfolgten regelrechte Raubzüge auf Perlmuscheln und auch die einheimische Bevölkerung fand Gefallen an deren Wert, obwohl das strenge Strafmaß für Perlendiebstahl in den Wirtshäusern angeschlagen oder von der Kanzel herab verlesen wurde. Handabschlagen oder sogar Galgen drohte den überführten Tätern. Zur Überwachung der Perlfischerei und laufenden Berichterstattung waren Beamte eingesetzt.81 donauabwärts in Obernzell geboren, heiratete Lukas Kern mit 30 Jahren die 19jährige Waise des Schiffsmeisters Rupprecht Schwarz, dessen Provession er übernehmen wollte. Doch die Meister der Schiffergilde wehrten sich dagegen: In der Zunftordnung ist nirgends geschrieben, daß die Tochter eines Schiffsmeisters dessen Gewerbe weiterführen darf. Lukas Kern besitzt nicht die nötigen Kenntnisse und Erfahrungen. Seine Wohlhabenheit gereicht der gesamten Zunft zum Nachteil, argumentierten sie
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Doch das Mautamt und letztendlich der fürstbischöfliche Hofrat bewilligten Lukas Kerns Ansuchen. So schufen sich die Eheleute mit dem Schiffstransport ein großes Vermögen. Auch das Gasthaus zur Goldenen Sonne im Unteren Sand brachte ihnen Gewinn. Zudem eröffnete sich Lukas Kern mit der Holztrift auf der Ilz eine weitere Einnahmequelle. Dieses kluge Unternehmen verewigte der Passauer Historienmaler Ferdinand Wagner in einem Fresko im Ratskeller.
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In früheren Zeiten galten größtenteils Raubbau und Holztrift als die Ursachen, die den Muschelbestand verringerten. Heute sind wohl ökologische Veränderunger dafür verantwortlich. Von einigen Privatleuten im Bayerischen Wald wird versucht die Flußperlmuschel vor dem Aussterben zu bewahren. Die Bäche, in denen Muscheln eingesetzt werden, sind allerdings nur den Tierschützern bekannt.auf sein Seelenheil bedacht, entschied sich der Wohltäter kurz vor seinem Tod, den Waisenkindern eine Zufluchtsstätte errichten zu lassen. In seinem Testament verfügte er dazu genaue Anweisungen: Zu allen Zeiten sollen wenigstens zwölf Knaben und ebensoviel Mädchen darinnen sein. Zur fleißigen Arbeit und zu einer gewissen Tages- und Lebensordnung sollten sie angehalten werden.
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