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Die Passauer
Instrumentengeschichte kann auf einen Glanzpunkt
verweisen. Das Bassetthorn, Mozarts Jenseitsinstrument,
wurde um 1760 von vier Passauer Musikern entwickelt.
Beteiligt waren der Hofoboist Anton Mayrhofer sen., der
Hoftrompeter Anton Mayrhofer jun., der Organist Michael
Mayrhofer und der Hoposaunist und Trompetenmacher Franz
Schofftlmayr.
Curt Sachs, der Altmeister
der Instrumentenkunde, beschreibt in seinem Handbuch der
Musikinstrumente, Leipzig 1920, das Bassetthorn als ein
Bindeglied zwischen Klarinette und Baßklarinette.
Neben seiner Oboe spielte
Anton Mayrhofer sen. auch wie es damals üblich war die
Klarinette, so daß es naheliegend scheint, daß an ihn
der Auftrag einer Konzeption und Herstellung eines
Musikinstrumentes vergeben worden war, mit dem sich die
Zartheit eines Klarinettentons und der tiefe Klang eines
Horns verbinden lassen konnte. Und gerade diese sanfte
Mischung sicherte dem Bassetthorn die treue Gefolgschaft
des Publikums.
Durch die Schnitzarbeit an
Geigen geübt, vermochte der jüngere Mayrhofer das Aushöhlen
der halbrunden Teile des Passauer Horns zustande zu
bringen und dann mit Mayrhofer sen. unter Anwendung von
Spaltleder die Teile zusammenzuleimen. Der Organist
Michael Mayrhofer wiederum war auf diese Arbeit
spezialisiert, da er in der Reparatur gerissener
Orgelpfeifen geübt war. Hofposaunist Franz Schofftlmayr
sorgte für die Mechanik. Die Erfinderwerkstätte befand
sich in der Reitergasse 389, heute Theresienstraße 10.
Wie die wenigen erhaltenen
Instrumente aus der Gründerzeit erkennen lassen
ausgestellt in Nürnberg, Düren und im Oberhausmuseum
waren die ersten Bassetthörner halbmond- oder sichelförmig
entworfen.
Wolfgang Amadeus
Mozart setzte das Bassetthorn
besonders in seinen Werken der Wiener Zeit ein und räumte
ihm oftmals den Vorzug bei Äußerungen innerster, schwermütiger
Gefühlsmomente ein.
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