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    Ein Eldorado für Touristen
    Eigentlich spricht die Stadt selbst für sich, bei wachsender Konkurrenz in der Touristikbranche aber ist Werbung unerläßlich. Doch weltweite Publizität erhielt die Stadt 1954 unfreiwillig. Noch heute sprechen Besucher über die Dreiflüssestadt: Da war doch das riesige Hochwasser! Die Stadt hat aber mehr als nur Donau, Inn und Ilz zu bieten, sie ist ein Eldorado für Touristen.
    Passau ist eine Stadt am Rande des Frankenreiches, deren Häuser aus Steinen erbaut sind. Die Stadt liegt an einem breiten Fluß mit Namen Danub. Die Kälte wird von den Menschen hier als gesund empfunden, auch wenn sie heftig ist, die Hitze dagegen ist ihnen verderblich, schrieb 973 der Passau-Tourist Ibrahim ibn Achmed at-Tartuschi an seinen Kalifen.
    Die wirtschaftliche Bedeutung des Fremdenverkehrs für Passau wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts erkannt. Der Passauer Oberamtsrichter Anton Niederleuthner, dessen Eltern damals das Hotel Wilder Mann gehörte, war es, der auf der Landesausstellung 1896 in Nürnberg den Passauer Raum erstmals als Fremdenverkehrsgebiet vorstellte.
    Der Passauer Waldverein, dessen Gründer Niederleuthner war, nahm in seine Satzung sogar auf ...die Kenntnis des Bayerischen und Böhmerwaldes zu erweitern und zu verbreiten sowie für die Hebung der landschaftlichen Schönheiten der Umgebung Passaus nach allen Richtungen Sorge zu tragen, als besondere Aufgabe die Hebung und Förderung des Fremdenverkehrs in der Stadt Passau und deren nächster Umgebung.
    Anton Niederleuthner, der spätere Ehrenbürger der Stadt, wollte den Passau-Besuchern neben den Sehenswürdigkeiten aus der Stadtgeschichte einiges bieten. So gründete er das Waldvereinsmuseum, den Vorläufer des Oberhausmuseums, in der Veste auf dem Georgsberg und veranstaltete mit seinem Freund, dem Historienmaler Ferdinand Wagner, 1887 das erste Ilzer Haferlfest.
    1914, sieben Jahre nach Niederleuthners Tod, gab die Waldvereinssektion unter dem Titel Passau, die schönstgelegene Stadt Deutschlands den ersten illustrierten Faltprospekt für die Besucher der Stadt heraus.
    Seit sechzig Jahren liegen die Geschicke des Passau-Tourismus in den Händen des Fremdenverkehrsvereins. Am 1. Mai 1928 gegründet, konnte der Fremdenverkehrsverein 1988 in seine neue Bleibe, besuchernah im neuen Rathaus an der Fritz-Schäffer-Promenade, einziehen.
    Mittlerweile ist der Fremdenverkehr einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige Passaus. Die Stadt und ihre Bürger haben seit Jahrhunderten große Anstrengungen unternommen, das bayerische Venedig in der ganzen Welt bekannt zu machen.

     

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