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Die
Ilz entlang auf Schusters Rappen
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Die
Dreiflüssestadt und ihr Umland haben ihren Gästen
mehr zu bieten als nur eine großartige
Vergangenheit. Wer den Zauber des (fast) Unberührten
sucht, dem sei der Ilztalwanderweg, der Flußlehrpfad
entlang des dunklen Bayerwaldgewässers, empfohlen.
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Vom Ursprung zwischen
Rachel und Lusen entwässert die Ilz mit ihren Zuflüssen
den ganzen Südwestabfall des Bayerischen Waldes.
Ein großzügiges Wanderwegenetz, das sorgfältig
auf die Naturgegebenheiten Rücksicht nimmt,
erschließt das Ilztal von Passau bis zur grandiosen
Dießensteiner-Leite, ohne es zu zerstören. Auf
etwa 70 Kilometern gepflegter Wege können die
Wanderer in Rundtouren dieses letzte große
Wildwasser Ostbayerns erleben, das zudem bedrohten
und seltenen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum
bietet.
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Nach der Säkularisation
stieg die Zahl der Protestanten in der Dreiflüssestadt
rasch an. 1833 gelang es ihnen, mit dem Refektorium
des ehemaligen Jesuitenkollegs (heute Aula des
Gymnasiums Leopoldinum) den Platz als Betsaal
anzumieten, an dem früher ihre erbittertsten Gegner
ihre Zusammenkünfte hatten.
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Die wachsende
Gemeinde strebte aber eine Kirche an. König
Maximilian II. interessierte sich persönlich für
den Bau und ließ die Kirche im frühgotischen Stil
planen. Doch ohne die Hilfe der Glaubensgenossen aus
ganz Deutschland, einschließlich des preußischen Königs
Friedrich Wilhelm IV., wäre die Realisierung nicht
möglich gewesen. 35000 Taler mußten dafür
aufgebracht werden!
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Seit dem
Erntedankfest 1987 strahlt St. Matthäus im neuen
Glanz. Das Zentrum des Passauer Dekanats wurde für
gut 430000 DM renoviert. Doch noch immer sind die
goldene Abendmahlkanne mit Kelch und Hostiendose und
andere Kelche, gestiftet zur Kirchengründung von
Glaubensgenossen aus Regensburg, Nürnberg und
Leipzg in Gebrauch.
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