|
Wo vor 1500 Jahren
die letzten Truppen Roms versucht haben, die römische
Reichsbevölkerung vor den Einfällen der Germanen
zu schützen, kann man heute die archäologischen
Spuren der römischen Soldaten betrachten und an den
Bodenfunden nachvollziehen, was in der
Lebensbeschreibung des heiligen Severin für das 5.
Jahrhundert in Passau geschildert wird. Direkt dem
Zugang zum Bürgermeister-Zwinger gegenüber
befindet sich das Römermuseum Kastell Boiotro.
Dort können die Besucher direkt den Zusammenhang
zwischen Fundstelle, Funden und historischer Überlieferung
rekonstruieren und damit eine Brücke zur
Vergangenheit, zu den Anfängen der Dreiflüssestadt,
schlagen.
Das Museumsgebäude,
ein spätmittelalterliches Haus, steht direkt auf
den Fundamenten des spätrömischen Kastells Boiotro.
Es birgt im Dachgeschoß, wo der Rundgang beginnt,
auch Funde aus dem östlichen Niederbayern von der
Steinzeit bis zur Latenezeit.
Von keltischen Gefäßen
über Gewandspangen, Steinbeile, Schmuck als
Grabbeigaben und Kopien von Goldmünzen reichen die
Funde aus Passau über Waffen und Ausrüstung des Römerlagers
bis zu spätmittelalterlichen Werkzeugen, Riesennägeln,
Türschlössern und Kreuzen. Schautafeln und Fotos,
Geschichts- und Fundortkarten ergänzen das
umfangreiche Inventar.
|