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Badefreuden in der Dreiflüssestadt
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Einer der drei Flüsse, die
Passau zur schwimmenden Stadt machen, ist die Ilz
mit ihrem heilsamen Wasser. Sie entspringt in zwei Quellbächen
am Rande des Böhmerwaldes und mündet nach einem 54
Kilometer langen Lauf in die Donau. In Hals, dem
Stadtteil, den die Ilz in einem Doppelbogen zweimal
durchfließt, erreicht sie eine durchschnittliche Breite
von 22 Metern, ist aber selten über einen Meter tief. So
erwärmt sich das Wasser im Sommer bis auf 25 Grad. Ein
Umstand, der die Ilz schon immer zu einem begehrten
Badegewässer machte. Bereits im Halser Salbuch von 1620
ist ein Padthauß beschrieben. In späteren Zeiten wurde
30 Meter oberhalb der Marktbrücke am rechten Ufer ein
Wellenbad eingerichtet. In wuchtigen Wogen strömte der Mühlkanal
durch das in einer hölzernen Hütte untergebrachte Bad,
das eigentlich nur aus etlichen Ringen an langen Stangen
bestand, die am Ende an einem Balken befestigt waren. Die
Badenden hielten sich an den Ringen fest und ließen sich
durch die Strömung des Wassers hin- und hertreiben, was
allgemein als ein ergötzliches Spiel bezeichnet wurde.
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Neben dieser um 1905 geschlossen Einrichtung bestand auch ein in der Ilz verankertes Floß mit Kabinen und überdachtem Schwimmbecken. Nachdem dieses Bad aufgegeben wurde, betrieb die Marktgemeinde bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges eine Floßbadeanstalt, die durch einen schwankenden Steg mit dem Ufer verbunden war. Neben Bädern in kleinen, flußdurchströmten Koben (Becken) konnten auch Wannenbäder genommen werden. Damit alles mit rechten Dingen zuging, paßte eine eigens angestellte Badefrau auf.
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Die vom Passauer Photographen Ducrue 1890 auf dem Sieglberg erbaute Kur- und Wasserheilanstalt Bavaria-Bad, entwickelte sich unter dem nachmaligen Besitzer Dr. Mayerhausen ganz beachtlich. Kurkonzerte standen auf der Tagesordnung, zum Lustwandeln wurde eine Esplanade angelegt. Aus Hals wurde Bad Hals. Selbst Pfarrer Sebastian Kneipp, dessen Methoden hier zur Anwendung kamen, befand sich unter den vielen Besuchern aus vier Erdteilen. Sebastian Kneipp machte 1894 dem Bad Hals seine Aufwartung. Ein Gedenkstein in einem Garten an der Dr.-Mayerhausen-Straße erinnert noch heute daran. Wegen mangelnder Nachfrage mußte die Anstalt aber 1918 schließen.
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Auch heute bietet die Ilz mit dem Stausee Oberilzmühle/Mausmühle und dem Halser Stausee (seit 1949 Freibad Hofbauerngut) den Badenixen und Wasserratten gute Bademöglichkeiten. Außerdem können Passaus Gäste unbeschwerte Badefreuden in den städtischen Freibädern im Ortteil Neustift im Westen der Stadt und in der Ilzstadt, dem Bschütt-Bad, genießen.
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Seit 1981 brauchen die Passauer und ihre Gäste auch im Winter nicht mehr auf Badefreuden verzichten. Nach der Grundsteinlegung am 28. Mai 1979 durch den damaligen Oberbürgermeister Dr. Emil Brichta wurde in zweijähriger Bauzeit das mittlerweile sehr beliebte Hallenbad im Schulzentrum an der Neuburger Straße fertiggestellt.
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