Lokalteil Passau-Stadt vom 21.06.2002


Früherer Domdekan Marquard von Schwendi gibt der Straße in der Innstadt ihren Namen

PNP-Straßennamenrätsel: Rudolf Poxleitner gewinnt - Grundstein für Mariahilf-Kirche gelegt
Innstadt (sk). Nach wem die Schwendistraße in der Innstadt - vom Hammerberg über die Johann-Bergler- Straße zur Göttweiger Straße - benannt ist, wollten wir diese Woche im gemeinsamen Straßennamenrätsel von PNP, Stadtarchiv und Heimatpfleger Franz Mader wissen. Die beste Antwort lieferte Rudolf Poxleitner aus Passau, er gewinnt diese Rätsel-Runde.
"Die Straße wurde nach Domdekan Marquard von Schwendi (1574 bis 1634) benannt", schrieb uns Poxleitner unter anderem. Er sei Domherr in Passau, Augsburg, Freising, Salzburg gewesen und Probst in Höglwörth. Ab 1612 war von Schwendi Domdekan und zugleich Pfarrer der Innstadtpfarrei St. Ägidius. 1622 habe er für das von dem Maler Pius gemalte Marienbild auf dem Schulerberg eine Kapelle gebaut. "Ab 1626 war er als Bistumsadminis- trator ständiger Vertreter der Fürstbischöfe", weiß Poxleitner. 1624 habe er den Grundstein für die heutige Wallfahrtskirche Mariahilf gelegt. Neben der Kirche habe von Schwendi ein Kapuzinerhospiz gestiftet, für sich und seine Nachfolger das "Dekanstöckl" erbaut.
Die 1935 angelegt Straße in der sogenannten "Frontkämpfersiedlung" wurde zunächst nach dem im Ersten Weltkrieg bedeutsamen deutschen Jagdflieger Max Immelmann benannt. "Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie umbenannt", erklärt Heimatpfleger Franz Mader. Es gebe neben der Schwendistraße in der Innstadt auch in der Ilzstadt eine Straße, die an den ehemaligen Domdekan erinnere: "Die 50 Meter lange Marquardstraße, eine Abzweigung der Alten Straße", erklärt Mader.

 

 

 

 

 

 


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